Stoff für Veränderung 2.0

Am 23. August feierten der Verein „Gmünd hilft“ und die Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Gmünd–Waidhofen an der Thaya in der Friedenskirche Gmünd die Vernissage „Stoff für Veränderung 2.0“.

Bei der Eröffnung erzählte die Obfrau des Vereins „Gmünd hilft“, Andrea Seidl-Schuhmacher, wie ihre Idee zu den Wunderblumen entstanden ist. Sie knüpfte an das Projekt „Stoff für Veränderung 1.0“ an und entwickelte es weiter mit dem Wunsch, Zugereiste und Ansässige in Gmünd einander näherzubringen. Die Redewendung „Hob i a leibal bei dir?“ – „Bist du gut mit mir?“ brachte sie auf die Idee, alte T-Shirts als „Stoff für Veränderung“ zu nutzen. Sechs Wochen lang im Seelsorgeraum der Kirche wurden daraus Garne hergestellt und auf alten Fahrradfelgen farbenprächtige Wunderblumen gestaltet.

Pfarrerin Dace Dischler sprach bei der Eröffnung über Miteinander, Vielfalt und Frieden, die dort wachsen können, wo Menschen einander begegnen. Verbundenheit beginne oft beim gemeinsamen Tun, beim Lachen und in Augenblicken voller Leichtigkeit und Freude. Daraus könne eine Haltung wachsen: Wir müssen nicht gleich sein, um in Frieden miteinander leben zu können. 

Während der Agape nach der Vernissage brachte die Gmünder Bürgermeisterin Helga Rosenmayer ihre Eindrücke mit einem besonderen Satz auf den Punkt: „Das sollte die ganze Welt hören.“

Gerade deshalb seien gemeinsame Projekte wichtig: „Wenn zwei kleine soziale Akteure – die Evangelische Pfarrgemeinde und der Verein ‚Gmünd hilft‘ – ihre Kräfte zusammentun, dann ist die Kirche voll und wir zeigen, dass ein fröhliches, wohlwollendes und respektvolles Miteinander in Vielfalt möglich ist.“ so Pfarrerin Dischler.

Die junge Musikerin Veronika Holzmüller umrahmte die Feier mit Geige und Querflöte. Ein herzlicher Dank gilt allen helfenden Händen aus der Pfarrgemeinde und dem Verein „Gmünd hilft“, die das Projekt mit Zeit, Kreativität und Engagement möglich gemacht haben.

Die Wunderblumen sind bis Ende Oktober jeden Sonntag von 9 bis 19 Uhr in der Evangelischen Friedenskirche Gmünd zu besichtigen.

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